Diskus und Wasserwechsel

Viele Diskushalter sehen des Wasserwechsel als der Faktor, der eine gute Diskushälterung ausmacht. Der Wasserwechselt vermindert die Bakterien- und Virenzahl im Aquarium und Frischwasser lässt die Diskus wieder aufatmen. Aber Wasserwechsel ist nicht gleich Wasserwechsel. Zwar ist jeder Wasserwechsel besser als kein Wasserwechsel, aber wer besonderen Wert auf korrekte Diskushälterung legt, sollte einge Regeln beachten.

Wasserwechsel

Der Wasserwechsel ist für den Fisch wie das Lüften in der Wohnung. Durch den Tausch von Aquariumwasser wird die Schadstoffbelastung des Aquarienwassers gemindert. Schadstoffe sind hierbei die Ausscheidungen des Tieres, liegen gebliebenes Futter, Bakterien und Keine und auch abgestorbene Pflanzenteile. Dies alles setzt dem Wasser mit der Zeit zu, so dass es an Qualität abnimmt. Deshalb sollte in regelmäßigen Abständen das Aquarienwasser teilweise gewechselt werden.

Wasserwechsel brauche ich nicht

Durch eine vorbildliche Filterung und absaugen von Futterresten und herausfischen von abgestorbenen Pflanzenteilen kann die Wasserqualität schon lange gehalten werden. Allerdings verbraucht sich das Wasser mit der Zeit trotzdem. Es kann zwar einige Zeit dauern, aber irgendwann bemerkt man, wie die Diskus scheu werden und sich nur noch verstecken. Auch Dunkelfärbungen sind die ersten Anzeichen, dass es dem Diskus nicht mehr gut geht. Auch wenn das Wasser klar ist, kann die Belastung durch Salze oder Schadstoffe durch Ausscheidungen, die der Filter nicht abgebaut hat extrem hoch sein. Deswegen ist ein Wasserwechsel in regelmäßigen Abständen für eine artgerechte Hälterung unumgänglich.

Vor dem Wasserwechsel

Nun ist es nicht ratsam, die Tiere aus dem Aquarium herauszufangen, alles Wasser aus dem Aquarium abzulassen, es komplett mit Leitungswasser aufzufüllen und die Tiere wieder einzusetzen. Hierbei wird unter Umständen für die Tiere eine komplett neue Umgebung mit unter Umständen völlig anderen Wasserwerten geschaffen. Bei diesem Vorgehen bedeutet dann nicht nur das Umsetzen für die Tiere ein grosser Stress, sondern auch das neu Eingewöhnen in die neuen Wasserwerte. Eis Diskus kann einem das schon übel nehmen. Sie sind dunkel gefärbt, scheu und bereits geschwächte Tiere könnten diese Strapazen nicht überstehen.

Als Grundregel für einen Wasserwechsel gilt in den Diskuskreisen, dass in einer Woche ca. 30% des Aquarienwassers getauscht werden sollte. Hier reden wir allerdings von einem normal besetzen Schaubecken. Bei Aufzuchtbecken, in denen meist 50 junge Diskus sitzen, sollten in einer Wocher einmal das Aquarienvolumen gewechselt werden – verteilt auf mehrere Tage, pro Wechselvorgang allerdings nicht mehr als 30%.

Vor einem Wasserwechsel sollten die aktuellen Wasserwerte des Aquarienwassers sowie des Wechselwassers geprüft werden. Hierbei sollte man auf PH-Wert und Leitwert ein Auge werfen. Sie sollten sich nicht zu arg unterscheiden.
Am sichersten ist es, wenn das Wechselwasser in einem separaten Behältnis vorbereitet wird. Hier kann z.B. schon vorher mit Osmosewasser oder anderen Mitteln die Wasserwerte dem Aquarienwasser angeglichen werden. Auch Wasseraufbereiter können schon hinzugegeben werden.

Der Wasserwechsel

Beim Absaugen ist Vorsicht geboten. Das Absaugen mittels eines Schlauches sollte entfernt von den Tieren geschehen. Diskus ist im Normalfall relativ neugierig und wollen wissen, was da passiert. Wenn man einen dickeren Schlauch benutzt, kann es sein, dass der Sog zu stark ist, und der Diskus an die Schlauchöffnung gesogen wird. Dies hinterlässt in den meisten Fällen mindestens Verletzungen, die das Tier schwächen. Aber auch andere Tiere, wie Welse könnten in den Schlaug gezogen werden und stecken bleiben. Hier hilft dann meist nur, den Schlauch zu zerschneiden – aber ob dann das Tier noch lebt ist meist ein Spiel mit der Zeit.
Sicherer ist dann schon, das Wasser an einer Stelle abzulassen, an der sich keine Fische aufhalten. Hierbei bietet sich bei manchen Filtern die Auslassöffnung an. Abgesaugt wird das Wasser ganz normal über das Absaugrohr des Filters. Aber am Auslass des Filters geht dann der Schlauch in das Abwasser. Dies läuft auch für die Tiere schonen, da sich hier nur der Wasserspiegel langsam senkt.
Trotzdem sollten Futterreste und abgestorbene Pflazenteile aus dem Becken entfernt werden. Wenn der Wasserspiegel etwas tiefer steht, geht dies meist relativ gut.
Auch ist darauf zu achten, dass der Heizstab unter dem Wasserspiegel bleibt. Dadurch, dass der Kopf unter Umständen über dem Wasserspiegel steht, kann es sein, dass er angeht und das Wasser (auch unnötig) anheizt. Dies kann soweit gehen, dass das Glas des Heizers springt und das Becken unter Strom steht. Also besser vorher das Stromkabel ziehen – und nach dem Wasserwechsel wieder einstecken.

Wiederauffüllen des Aquarienwassers

Nach dem Ablassen des Wassers kann mit dem Wiederauffüllen begonnen werden.
Ein gleichzeitiges Ablassen und Wiederauffüllen ist nicht ratsam, da hier auch Frischwasser gleich wieder mit abgelassen wird und dann nicht die Wirkung eines richtigen Wasserwechsels erreicht wird.Auch hier sollte man einen Weg finden, die schonen zu erledigen. Falls mit einem Schlauch aufgefüllt wird, sollte man darauf achten, dass der Wasserdruck nicht zu hoch gewählt wird. Zum einen wirbelt dies den Sand auf, reisst Pflanzen aus dem Boden, zum anderen kann es aber auch den Diskus schade, da er sich durch die zu grosse Wasserströmung nicht mehr halten kann und an Einrichtungsgegenstände gedrückt werden könnte.
Bei Wiederauffüllen mit einem Eimer empfiehlt es sich, einen komplett sauberen Eimer zu nehmen und diesen gefüllt ins Aquarium tauchen zu lassen. Dann kann durch kippen und wieder herausziehen des Eimers das Wasser schonen ins Aquarium gegeben werden.
Das Wiederauffüllen durch den Filter wäre möglich, allerdings sollte man hierbei bedenken, dass zum einen im Filter die Filterbakterien leben, die dann komplett mit Frischwasser durchströmt werden. Wenn ads Wechselwasser eine andere Temperatur hat, könnten diese absterben. Auch muss bedacht werden, dass ein Aussenfilter meist unterhalb des Aquariums steht und durch den Höhenunterschied unter Umständen das Wasser wieder zurück läuft und die Wohnung unter Wasser stellen kann.

Nach dem Wiederauffüllen

Jeder Wasserwechsel ist für die Tiere eine Stresssituation. Es empfiehlt sich, das Aquarium noch ca. eine halbe Stunde zur Ruhe kommen zu lassen. Danach kann die Beleuchtung eingeschaltet werden und nochmal ein Wassertest durchgeführt werden. Durch diesen Wassertest kann festgestellt werden, in wie weit sich die Wasserwerte mit dem vorherigen Test unterscheiden. Zu grosse Sprünge bei den Wasserwerten sind nicht zu empfehlen. Nehmen Sie sich lieber mehrere Wasserwechsel vor und versuchen Sie, Ihr Ziel nach und nach zu erreichen, denn die Tiere müssen sich an die neuen Werte erst gewöhnen.

Meist hat ein Wasserwechsel einen positiven Einfluss auf die Laichbereitschaft der Diskus. Die neue Wasserqualität ermutigt viele Paare direkt nach einem Wasserwechsel abzulaichen.

Permanenter Wasserwechel

Ein permanenter Wasserwechsel wird von vielen Züchtern eingesetzt, die mehrere Zuchtbecken haben. Hierbei wird durch einen Wassereinlasse ständig Frischwasser in das Aquarium gegeben. Über ein Überlauf wird dann das überschüssige Wasser wieder abgelassen. Dies ist mit Sicherheit eine der besten Wasserwechsel-Möglichkeiten, die es gibt. Allerdings ist sie auch kostspielig und auch nicht wirklich ungefährlich. Der Abfluss muss immer offen sein. Sollte er verstopft sein und man befindet sich mal ein Wochenende im Urlaub, kann es sein, dass man seine Wohnung nicht mehr wiedererkennt und mein, man wäre noch im Schwimmbecken im Urlaub.
Aber auch hier kann Abhilfe geschaffen werden. Elektronische Wasserstandsmelder prüfen den Wasserstand, sollte dieser über eine bestimmte Wassermarke gehen, so wird der Wassereinlass gesperrt. Aber auch hier kann einem die Stromwerke ein Strich durch die Rechnung machen.

  1. Flächentürkis sagt:

    Ich bin auch der Meinung, dass ein Wasserwechseln notwendig ist. Sauberes Wasser ist wie einmal gut durchlüften. Sollten man wirklich machen !

  2. David sagt:

    Hallöchen,

    ich hätte nie gedacht, dass das Wasserwechseln bei Diskusfischen so extrem ist. Dabei plane ich mir selber ein Diskusbecken einzurichten. Ich finde diese Infos hier echt brauchbar und gut!

  3. DTMaahs sagt:

    Fehlen hier nicht noch ein paar wesentliche Bemerkungen.
    z.B. Auswirkungen bei füllen des Beckens mit einem Schlauch aus einer Druckleitung
    ( 4-5 Bar ) Perlenbildung im Wasser.
    Oder Auswirkungen durch Kupferleitungen ( Miscshbatterieren )

  4. admin sagt:

    Hallo,
    natürlich kann man hier noch wesentlich mehr schreiben. z.B. auch über die Beschaffenheit des Wassers, dass man dies zunächst testen numm und ggf. mit Osmose-Wasser vermischen muss. Allerdings denke ich mal, ist es klar, dass man einen Schlauch, aus dem Wasser mit 4 Bar tritt, nicht direkt in das Becken halten kann. Bzw kann man schon, allerdings wahrscheinlich nur einmal.
    Ich freue mich allerdings immer gerne, wenn andere Diskusliebhaber und Diskushalter Anmerkungen haben, ich stelle auch gerne ergänzende Texte ein. Hierzu einfach eine Mail an die Adresse aus dem Impressum.
    Als Gegenleistung verlinke auch auch gerne !

  5. diskus Tahir sagt:

    Diskus fische füllen sich sehr voll, wenn ihr wochentlich ca. 30% wasserwechsels.
    Ich benutze auch Seebaumbläter, die das wasser braunlich machen und dadurch auch viele krankheiten zu vermeiden sind. Ich habe auch Morkienwurzel in mein aqavrium. Das wassertemperatur ist auch immer zwischen 28 bis 30 C.
    Das Außenfilten sollte auch zur aqarium geeigneet sein.
    Viel spass noch bei Diskus hobby.

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