Osmose – Wasseraufbereitung für Diskus

Eine Osmoseanlage bereitet das Wasser durch herausfiltern von Salzen und Mineralien auf. Osmosewasser hat einen geringeren PH und Härtegrad. Durch das herausfiltern von Salzen und Minaeralien sinkt die Leitfähigkeit des Wassers. Aber was genau steckt hinter einer Osmose und wie gehe ich dabei vor ?

Osmoseanlage, wie funktioniert es

ein typischer Osmoseanlage im Aquaristikbereich besteht aus 3 Teilen, zunächst 1 Vorfilter der mit einem groben Filtermaterial bestückt ist, danach ein weiterer mit Aktivkohle bestückter Vorfilter. Diese beiden Filter sollen den groben Schmutz zurückhalten und das Wasser von Bakterien zu befreien.
Danach passiert das Wasser den Hauptfilter, in dem eine Filtermembrane sitzt.
Diese Filtermembrane ist mehrschichtig aufgebaut und hat eine Porengrösse, die gerade noch Wassermoleküle passieren lässt.

Die Osmoseanlage arbeitet unter Druck, die Anlage wird an den Hauswasseranschluss angeschlossen und der Wasserhahn wird aufgedreht. Dadurch entsteht in der Anlage ein Überdruck, der das Wasser durch die Membran drückt. Die Osmose hat zwei Ausgänge, einmal für Brauchwasser (Permeat) und einmal für Abwasser (Konzentrat). Normale Anlagen haben ein Arbeitsverhältnis von ca. 1:3, das bedeutet, auf 1 Liter Permeat/Brauchwasser kommen 3 Liter Konzentrat/Abwasser. Dies sollte man bei der Installation beachten. Das Permeat kann in einer Regentonne gesammelt werden und zum späteren Wasserwechsel benutzt werden. Das Abwasser geht im Normalfall als Abwasser in den Kanal.

Osmose und Diskus

Ob eine Osmoseanlage bei der eigenen Diskusaquaristik nötig ist, hängt von den Ausgangswerden des Leitungswassers ab. Wenn diese eh schon passende Wasserwerte haben, also passenden PH, KH und GH Wert und die Leitfähigheit unter 300 ist, dann ist eine Osmose-Anlage nicht wirklich notwendig – Es sei denn, man mächte das Wasser auch Keim- und Bakterienfrei haben.

Die Osmoseanlage entzieht dem Wasser sämtliche Salze und Minaeralien, so dass diese dem Diskus im nachhinein fehlen. Es empfiehlt sich, das Wasser zum Wasserwechsel in einem separaten Behältnis anzufertigen. Osmosewasser gemischt mit normalem Leitungswasser bringt dann die passenden Wasserwerte. Hier können dann auch noch Wasseraufbereiter hinzugegeben werden und danach kann das Wasser in das Becken gegeben werden.

Sinnvoll ist die Hinzugabe speziellen Diskussalzen, die das Wasser mit den von den Diskus-Fischen benötigten Mineralien anreichert. In den normalen im Handel erhältlichen Diskus-Mineralien sind Calcium, Magnesium,Kaliumverbindungen enthalten. Weiterhin erhöht es den KH-Wert leicht.

Osmosefilter

Eine andere Anlage ist die Osmose-Anlage, die im Normalfall im Aquarien-Wasserkreislauf integriert ist. Mittels einer Membranpumpe, die auch gleichzeitig Druck auf die Wasesrschläuche bringt (eine Druckerhöhungspumpe) wird Wasser aus einem Druckbehäter gezogen. Durch den Unterdruck im Druckbehälter wird gleichzeitig Wasser aus dem Aquarium in den Druckbehälter gezogen. Das angesaugte Wasser wird durch die Osmose-Anlage geleitet und gefiltert. Das gefilterte Permeat wird nun in das Aquarium geleitet, das Konzentrat kommt zurück in den Druckbehälter.

So wird nach und nach der Leitwert des Aquarienwassers gesenkt und dsa Wasser wird sauberer. Besonders zu Anfang ist es wichtig, das Konzentrat im Druckbehälter des öfteren zu wechseln.

  1. Max sagt:

    Osmose ist für Diskus wirklich super, so einfach kann man gutes Wasser für die Diskus machen.

    Die Anschaffung sollte man investieren.

  2. Marco sagt:

    Kann dem nur zu stimmen
    ;-)

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